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AUSGABE: 02/2018

Text: Tessa Renz

Angesagte Boutique-Hotels, hippe Restaurants, Bars und Cafés zieren die europäische Kulturhauptstadt 2018. Valletta hat sich in den letzten Jahren enorm gewandelt – dieses Jahr bringen mehr als 140 Kulturporjekte und 400 Events frischen Wind in die kleinen Gassen, die die maltesische Stadt so liebenswert machen.

1980 wurde Maltas Hauptstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt, die gesamte Stadt steht seither unter Denkmalschutz. Und auch dieses Jahr kann sich Valletta, das sich selbst als Open-Air-Museum bezeichnet, glücklich schätzen: Der Titel „Europäische Kulturhauptstadt“ sorgt für Aufmerksamkeit und mehr Touristen.

Wo zeigt sich die Seele Vallettas?
Valletta empfängt seine Besucher mit mächtigen mittelalterlichen Festungsanlagen und zwei Naturhäfen, dem Grand Harbour und dem Marsamxett Harbour. Man könnte meinen, hier sei die Zeit stehen geblieben.

Neben dem Kreuzfahrtterminal liegt die Valletta Waterfront, eine beliebte Hafenpromenade mit vielen Restaurants, Cafés und Geschäften. Sie setzt sich aus 19 ehemaligen Lagerhäusern zusammen, die einst von Malteserrittern errichtet wurden. Unweit von hier befindet sich eine Parkanlage, die Upper Barrakka Gardens mit der Saluting Battery (Salutkanonen) und dem Barrakka Lift. Zweimal am Tag werden die Kanonen abgefeuert und so die Geschichte zum Leben erweckt. Achtung, der Andrang ist groß!

Der 58 Meter hohe Barrakka Lift fasst 21 Personen und verbindet den Grand Harbour mit der Parkanlage bzw. Vallettas Innenstadt. Von hier kann man hinüber zu den drei Städten Vittoriosa, Senglea und Cospicua („Three Cities“) schauen. Ebenso lohnt es sich, vom Meer aus einen Blick auf Valletta zu werfen. Das geht am besten per Wassertaxi oder Fähre. Geht man weiter in die Altstadt, trifft man auf die Ende des 16. Jahrhunderts erbaute St. John’s Co-Cathedral. Von außen eher unscheinbar, überrascht sie im Inneren mit barocker Pracht: Freskenmalereien des italienischen Malers und Ordensritters Mattia Preti, wertvolle Goldverzierungen und 400 Grabplatten aus farbigem Marmor machen diese Kathedrale zu einem Highlight für Touristen.

Einen 3,5 Kilometer langen Stadtspaziergang, der an den meisten Sehenswürdigkeiten vorbeiführt, hält übrigens die Touren-App go.marcopolo.de/mal oder der Marco-Polo-Reiseführer bereit.

Wo lässt es sich entspannen?
Im Sommer unbedingt in der Open-Air-Maori-Bar vorbeischauen. Beim BBQ oder an Tangoabenden kann man hier seinen Blick übers Meer in die Ferne schweifen lassen. Oder aber ab ins Legligin, einen gemütlichen Gewölbekeller und gleichzeitig Weinbar. Hier können Neugierige zum Festpreis ein Degustationsmenü bestellen, das diverse Köstlichkeiten aus der maltesischen Küche und ausgesuchte Weine enthält. Noch ein Tipp: Ohne Reservierung geht nichts im Rubino, dem kleinen Top-Italiener und ältesten Bistro der Stadt in der Old Bakery Street. Was man unbedingt auf Malta probieren sollte? Haseneintopf, das Nationalgericht! Und Pastizzi, die mit Ricotta oder Erbsen gefüllten warmen Teigtaschen.

Wo schläft es sich am besten?
Topservice und innovative technische Ausstattung erwarten die Gäste in dem modernen Boutique-Hotel „The Saint John“ mit insgesamt 23 Zimmern. Das im industriellen Retrostil designte Hotel befindet sich in einem Gebäude aus dem 17. Jahrhundert (www.thesaintjohnmalta.com). Hübsch ist auch das Ursulino Valletta, das viel gelobte Bed & Breakfast der Stadt. Die sieben Gästezimmer liegen in einem prächtigen Townhouse. Auf der Dachterrasse hat man beim Frühstück einen optimalen Blick auf den Hafen (www.ursulinovalletta.com). Für Preisbewusste sind das Grand Harbour Hotel (3 Sterne) oder das Hotel Osborne Topalternativen.

Was sollte man nicht verpassen?
Die Eagle Street von Valletta! Arya Stark (Maisie Williams) versucht hier in der Kultserie „Game of Thrones“ erfolglos ihre gefangenen Tauben gegen etwas Brot einzutauschen. Doch Valletta ist nur der Anfang – die ganze Insel gilt als Hollywood des Mittelmeers. Sie war Kulisse für viele erfolgreiche Blockbuster wie „Monte Christo“, „The Da Vinci Code“, „München“, „Gladiator“ und „The Cut“. Für Filmfans bietet sich deshalb eine Drehorttour mit Start in Valletta an.

Valletta war schon immer Schauplatz einer Menge von Events und Festivals. Dieses Jahr wird noch eine Schippe an kulturellen Veranstaltungen draufgelegt. Allein über 25 aufstrebende und etablierte Künstler aus 15 Ländern haben sich für die Kunstausstellung mit dem Namen „The Island is what the sea surrounds“ und dem Thema „maltesische Identität“ von Frühjahr bis Sommer angemeldet. Alle Termine und Infos unter www.valletta2018.org.

 

Valletta wurde 1566 von den Rittern des Malteserordens gegründet, die Geschichte Maltas reicht sogar beeindruckende 6.000 Jahre zurück. Entsprechend viel gibt es in dem katholisch geprägten Inselstaat zu entdecken. Bei den rund 400 Kirchen konzentriert man sich am besten auf die Highlights, theoretisch könnte man aber an jedem Tag des Jahres eine andere Messe besuchen. Nicht nur die Kirchen drängen sich auf der Insel, auch die Bewohner: Malta ist das am dichtesten besiedelte Land Europas – aber eben auch kleiner als die Stadt Bremen.

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