sportslife

AUSGABE: 02/2018

FOTOS: INTERSPORT | TEXT: MICHAELA FRIZ

In Berlin steht die Zukunft von INTERSPORT. Was genau macht die neuen Future Stores aus?

In den neuen Stores laden Touchscreen-Spiegel, XXL-Umkleiden, Sportvideowände und VR-Brillen in modernem Ambiente zum Shoppen ein.

Das Thema Digitalisierung ist überall. Auch vor Sportfachgeschäften macht es nicht halt. Die im Oktober 2017 eröffneten Future Stores von INTERSPORT machen deutlich, wie der Marktführer im Sporthandel auf die neuen Möglichkeiten und eine rasante Entwicklung der Gesellschaft reagieren möchte.

„WIR STARTEN VON BERLIN AUS DURCH“Kim Roether, Vorstandsvorsitzender INTERSPORT Deutschland

Zum offiziellen Opening waren Promi-Influencer wie Fernanda Brandão und Magic Fox da, die Handballer von Füchse Berlin verteilten Autogramme und Cheerleader befeuerten die Stimmung. Die war insgesamt außerordentlich gut: Während der dreitägigen Eröffnung wurden allein im Pilot-Store am Alexanderplatz über 12.000 Besucher gezählt. Der zweite Pilot-Store befindet sich in Berlin-Tegel, ein weiterer in Potsdam. Alle drei Stores sind nach dem neuen Future-Stores-Konzept eingerichtet, das in den nächsten Jahren weltweit von so vielen INTERSPORT-Händlern wie möglich übernommen werden soll.

 

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Modernes Interieur und digitale Verknüpfung

Die zwei Eckpfeiler des Konzepts sind das moderne Interieur und die Einbindung vieler digitaler Elemente. Die neuen Stores sind hell, freundlich, gut strukturiert und aufgeräumt. Zudem sind sie etwas lifestyliger und weiblicher ausgerichtet als in der Vergangenheit. Die emotionalen Fotos und die modische Atmosphäre fallen sofort auf. Plakate sucht man hier vergeblich, sie wurden durch digitale Displays und Videowände ersetzt. Die Regale sind nicht mehr überladen, das wirkt luftig und wertig. „Bisher hatten wir sehr viele Marken, vielleicht auch ein zu breites Sortiment. Das haben wir jetzt sinnvoll reduziert. Wir zeigen weniger Marken, dafür die richtigen“, begründet Martin Kempkes, Chief Retail Officer INTERSPORT International, diesen Schritt. „Wir suchen aus den 5.000 Runningschuh-Modellen und den 500 Marken die richtigen zehn für die Bedürfnisse unserer Kunden heraus.“ Zwischen den verschiedenen  Sportbereichen bieten große Touchscreens die Möglichkeit, sich näher mit Produktdetails zu befassen oder Produkte auszuwählen, die gerade nicht vorrätig sind. Die werden dann entweder bis zum nächsten Tag in der Filiale angeliefert oder direkt an den Kunden geschickt. Auch das klassische Beratungsgespräch erhält via Tablet digitale Unterstützung und direkte Bestellmöglichkeiten. So verschmelzen stationäres Geschäft und Onlineshop. Das ist erklärtes Ziel des Konzepts: „Es geht um ein kanalübergreifendes Einkaufserlebnis für unsere Kunden“, formuliert Kim Roether, Vorstandsvorsitzender von INTERSPORT Deutschland. Dass die Erwartungen der Kunden dabei von Standort zu Standort unterschiedlich sein können, wird durch datengestützte Sortimentsplanung berücksichtigt. Sprich: Die Stammkundendaten eines Standorts entscheiden, welche Produkte ins Regal eingeräumt werden. Dieser Prozess wäre ohne die Digitalisierung schlicht undenkbar.

 

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Intelligente Umkleidespiegel und Holografie-Terminals

Direkt erlebbar wird das interaktive Einkaufen für den Sportfan in den großen Umkleidekabinen. Dort hängen intelligente Spiegel, die sogenannten Magic Mirrors. Über die Touch-Oberfläche lässt sich das gesamte Sortiment anzeigen, man kann damit Farbvarianten wählen, gleich vor Ort die Verfügbarkeit prüfen oder aber einen Mitarbeiter herbeirufen, der mit neuer Ware zur Umkleide kommt. Sehr praktisch, wenn man sich in der Kleidergröße verschätzt hat oder die Farbe doch nicht gefällt!

Bei besonders erklärungsbedürftigen Produkten spielen hingegen Holografie-Terminals ihr Können aus: Dank 3-D-Simulationen wird selbst Komplexes anschaulich. Ähnliches gilt für den SCHUH COACH. Die Hightech-Alternative zur Laufbandanalyse scannt die Füße und stellt sie in 3-D dar. Orthopädische Problemstellen sind für Sportler wie Mitarbeiter einfach zu erkennen und der ausgleichende Schuh dazu ist schnell gefunden. Rein fürs Vergnügen dagegen ist die virtuelle Welt, die sich einem nach Aufsetzen der VR-Brille eröffnet. Schließlich soll Sport – auch in Zukunft – in erster Linie Spaß machen!

 

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