sportslife

AUSGABE: 05/2018

FOTOS: SIMONE SCHNEIDER | TEXT: MICHAELA FRIZ

Sie geben uns ein gutes Gefühl und haben jede Menge Tricks auf Lager: Natürliche Materialien.

Als Outdoorfans wollen wir die Natur mit allen Sinnen erleben und erfassen. Das ist es, was den Reiz unserer Touren ausmacht. Da liegt es nahe, dass wir auch gerne Natur auf der Haut tragen.

Lange Zeit waren natürliche Materialien in der Outdoor-Branche verpönt. Mit dem Trend zu Nachhaltigkeit schlägt das Pendel jetzt wieder zurück. Im Vergleich zu früher werden Naturmaterialien heute jedoch neu kombiniert oder – durch aktuelles Wissen ergänzt – clever optimiert. Und natürlich sind die Outfits modern interpretiert; den klassischen Lodenlook wünscht sich wohl keiner zurück. Wie bei anderen Outdoor-Marken sind in den aktuellen Kollektionen auch bei McKINLEY verstärkt Merinowolle, Leder und umweltfreundliche Mischvarianten wie S. Café im Einsatz.

Wolle zum Wohlfühlen: Merino

Merinowolle ist aktuell eine der gefragtesten Naturfasern. Sieht man sich die Liste ihrer Vorteile an, überrascht das nicht. Merinowolle ist temperaturregulierend. Das heißt, sie wärmt nicht nur, wenn es kalt ist – sie kühlt auch, wenn es warm ist. Zudem fühlt sie sich selbst in nassem Zustand nicht nass an und ist nach wie vor hoch atmungsaktiv. Schmutz und Feuchtigkeit weist sie ebenso ab wie die Bakterien, die uns nach Schweiß müffeln lassen. Daher sind First und Second Layer aus Merinowolle top für Mehrtagestouren. Last but not least: Sie ist pflegeleicht, knittert kaum, trocknet schnell und bietet natürlichen UV-Schutz. Und als nachwachsender Rohstoff ist Merinowolle, die bei McKINLEY zum Beispiel im Herren-Fleece Batlow eingesetzt wird, biologisch abbaubar.

_O8A1327Kaffee zum Anziehen: S. Café

Der Taiwanese Jason Chen von Singtex Industrial beobachtete bei Starbucks, wie sich eine ältere Dame Kaffeesatz einpacken ließ, um die Gerüche in ihrem Kühlschrank loszuwerden. Das könnte doch auch bei Kleidung funktionieren, dachte er sich und übertrug das Prinzip erfolgreich auf Textilien. Seither wird bei ihm Kaffeesatz mit Polyesterfasern aus recycelten Plastikflaschen zu Garn gesponnen. Die Kaffeesatzpartikel in den S. Café-Stoffen absorbieren Körpergerüche, das hält die Kleidung frisch – selbst bei mehrtägigen Touren. Zusätzlich nimmt S. Café Feuchtigkeit auf und leitet sie nach außen ab; dieser Effekt bleibt auch nach häufigem Waschen oder Tragen bestehen. Weiteres Plus: S. Café-Garn reflektiert UV-Strahlen und wirkt so als natürlicher Sonnenschutz – optimal für den Sommer!

Leder zum Reinschlüpfen: made in EU

Die besten Wanderschuhmarken haben nach wie vor Leder im Programm. Das Naturmaterial ist robust, langlebig und sorgt für gutes Fußklima; mit der richtigen Pflege ist es sogar ganz ohne Membran wasserdicht. Beim Leder lohnt sich ein Blick auf das Herkunftsland. In der Schuhbranche ist es üblich, Leder weltweit einzukaufen, vor allem aus Bangladesch. In seinem Artikel „Schick, aber schädlich“ schreibt das Magazin Stern: „Viele Rinder, deren Häute dort verarbeitet werden, erleiden vor dem Schlachten fürchterliche Qualen.“ Wer das nicht unterstützen möchte, hat über sein Konsumverhalten Einfluss und Alternativen.

„Unser Leder kommt von europäischen Anbietern“, erklärt uns Bernhard Kalt, Produktmanager von McKINLEY. Die Marke produziert ihre Wanderschuhe in Italien und Rumänien, beide Länder verfügen über jahrhundertealtes Schuhmacherwissen. Bernhard Kalt: „Unsere Produktionsstätte gilt als Vorzeigebetrieb, der für transparente Prozesse und soziale Verantwortung steht.“ Der höhere Produktionsstandard in Europa beeinflusse die Produktqualität positiv, führt Kalt weiter aus, den Unterschied merke man schon beim Anprobieren. Ein Beispiel aus der Kollektion ist das Trekkingmodell Kabru aus Nubukleder und einem Innenfutter aus Kalbsleder. Seine Schutzkappen an Zehen und Ferse schützen vor schmerzhaften Zusammenstößen mit Steinen. Manchmal ist ein Puffer zwischen Haut und Natur doch ganz gut.

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