sportslife

AUSGABE: 05/2018

Text: Dr. Wolfgang Friedrich

Interessante Facts über unser wichtigstes Nahrungsmittel

Der Mensch besteht zu 50-80% aus Wasser; Sportler spielen dabei in der oberen Liga mit. Schon wenige Prozent Flüssigkeitsverlust führen zu massiven Leistungseinbrüchen. Höchste Zeit, einen Blick auf unser wichtigstes Nahrungsmittel zu werfen!

WARUM IST WASSER SO WICHTIG?
Unsere Stoffwechselvorgänge basieren auf Wasser. Drastisch ausgedrückt: keine Flüssigkeit, keine Körperfunktion. Es ist Transportmittel für wasserlösliche Substanzen, Wärmeleiter zwischen den Geweben und Überhitzungsschutz. Deshalb ist bereits ein Wasserverlust von ca. 15 % des Körpergewichts tödlich, Ausfallerscheinungen wie Muskelkrämpfe treten schon ab 2 % auf.

WAS IST BEI SPORTLERN ANDERS?
Unser Blut besteht zu 83 % aus Wasser, Muskeln zu 75 % und Fettgewebe nur zu 12 %. Sportler haben allgemein mehr Muskelmasse; bei Ausdauersportlern passt sich der Körper durch bis zu 1,5 zusätzliche Liter Blut an die Belastung an. Beides erhöht den Gesamtwasseranteil im Organismus. Und der muss über Trinken aufrechterhalten werden, damit man leistungsfähig bleibt!

WIE VIEL FLÜSSIGKEIT MUSS SEIN?
Im Schnitt geben wir über Haut, Nieren, Atmung und Darm innerhalb von 24 Stunden zwischen 2 und 3 Liter Flüssigkeit ab – ohne Sport. Beim Training kühlt sich der Körper übers Schwitzen selbst, hier kommen pro Stunde gut 1,5 Liter zusammen. Bei einem Basketball-Bundesligaspiel können es auch locker 5 Liter sein. Hast du kein gutes Durstgefühl, solltest du prüfen, wie viel Flüssigkeit du übers Schwitzen verloren hast, um entsprechend Wasser nachzufüllen. Dazu vor und nach dem Sport wiegen, 85 % der Differenz sind Wasserverlust.

 

IN DEUTSCHLAND SIND ÜBER 820 MINERALWÄSSER REGISTRIERT

 

SALZE IM WASSER
Mit Schweiß gehen Elektrolyte (Mineralien, Salze) verloren. Für Sportler sind Kochsalz (NaCl), Magnesium, Kalzium und Kalium die wichtigsten. Natrium wird zur Wasserspeicherung sowie für funktionierende Nervenzellen und Synapsen benötigt. Magnesium ist wichtig für die Energiebereitstellung und Kalzium aktiviert das Enzym Calcineurin, das Muskeln in Ausdauermuskeln umwandelt. Hochmineralisierte Mineralwässer füllen die Speicher am besten wieder auf.

 

IN 24 STUNDEN DURCHSTRÖMEN CA. 1.400 L WASSER DAS GEHIRN

 

WASSER IST NICHT GLEICH WASSER
Als hochmineralisiert darf sich ein Mineralwasser nur bezeichnen, wenn es mehr als 1.500 mg/l an Elektrolyten enthält (darunter fallen z. B. Apollinaris, Ensinger SPORT oder Gerolsteiner). Manche Mineralwässer enthalten nicht einmal ein Zehntel davon – Etikett checken! Auf Heilwasser sollte man im Sport verzichten, Quellwasser ist bedingt geeignet. Leitungswasser ist prinzipiell okay, allerdings gibt es starke Unterschiede im Mineralstoffgehalt. Tafelwasser ist kein Natur-, sondern ein Mischprodukt.

WANN, WAS UND WIE TRINKEN?
Vor dem Sport 100 bis maximal 250 Milliliter stilles Wasser vortrinken. Kohlensäure behindert die maximale Sauerstoffaufnahme; darunter kann die Ausdauerleistungsfähigkeit leiden. Daher beim Trinken während des Trainings unbedingt auf Kohlensäure verzichten. Danach ist Kohlensäure erlaubt, z. B. im Apfelschorle.

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